Alkoholfreie Weinprobe #3 | Weingut Leitz


Wie schmecken die Weine ? Hier einige Meinungen der Degustation

Rosé (80% Riesling, 15% Spätburgunder) Unter 35G Zucker/L https://www.leitz-wein.shop/EINS-ZWEI-ZERO-Rose-alkoholfrei/J301

Pro

  • Es ist viel wert, dass er nicht zu süß ist

  • Himbeere, Erdbeere, Johannisbeere

  • Man findet ähnliche Geschmacks- und Duftnoten wie in alkoholhaltigem Rosé

  • Darf man nicht mit Wein vergleichen, der im Holz war

  • Salz im Abgang durch Terroir geprägt

  • Sehr guter Geschmack

  • Gesunde Alternative, in der kein Alkohol ist

  • Erwartungshaltung übertroffen

  • Überrascht wie fruchtig er ist

  • Man schmeckt gekochten most

  • "Das beste was ich von alkoholfreiem wein kenne."

Contra

  • Manchen ist er etwas zu herb

  • Geruch wirkt auf manche etwas "muffig" Das sind die Kocharomen, die durch die Destillation entstehen. Hier wird an Verbesserung gearbeitet

  • Etwas fehlende "Länge im Geschmack (es sind oft absolute Weinfreaks die auf die Länge achten. Ein wein mit Länge wird automatisch komplexer. Solche Weine sind den meisten zu abstrakt.

Riesling https://www.leitz-wein.shop/EINS-ZWEI-ZERO-Riesling-alkoholfrei/J101 Riesling ist das Steckenpferd. Er war damals der einzige alkoholfreie Riesling auf dem Markt. Grundlage sind die selben Trauben wie für den VDP Gutswein. Unter 35G Zucker/L 7-7,5 g Säure


Pro

  • Mehr Frische als beim Rosé, nochmal spritziger

  • Frucht noch stärker als beim Rosé spürbar

  • Sehr positiv überrascht von Rosé und Riesling, sogar wenn man ungern Sekt trinkt

  • Angenehme Säure und leichte Süße

  • Man hat sich nicht vorgestellt, dass er so lecker sein kann

  • "Geniale" Etiketten

  • Über Korken hochwertiges Alu

Contra

  • Manchen zu viel Kohlensäure

  • Geruch wirkt auf manche etwas "muffig" Das sind die Kocharomen, die durch die Destillation entstehen. Hier wird an Verbesserung gearbeitet

Cabernet Sauvignon Königsdisziplin im alkoholfreien Bereich Rotweine haben von sich aus etwas mehr Alkohol. Für alkoholfreien Wein wird daher noch etwas mehr Beanspruchung notwendig. https://www.leitz-wein.shop/Leitz-Cabernet-Sauvignon-Rotwein-alkoholfrei/J501


Pro

  • Man schmeckt leicht bittere Tannine (nicht zu bitter und astringierend)

  • Schmeckt nach richtigem Rotwein, kein Traubensaft

  • Schöne Farbe

  • Angenehmer Geschmack

  • Holzige Geschmacksnote

Contra

  • Manchen etwas zu wenig Länge

  • Manchen riecht und schmeckt er etwas "schal"

Man stelle sich vor - es ist umgekehrt wie beim Schnaps brennen. Bei herkömmlichen Destillationsmethoden destilliert Wein bei 78 Grad Celsius. Dies tut dem Geschmackserleben des Weins nicht gut. Ähnliche Effekte treten bereits auf, wenn der Weinkeller zu warm ist.

Es wird im Weingut Leitz versucht, so schonend wie möglich vorzugehen. Man setzt auf die Destillation ein kleines Vakuum drauf. Mit Minus 0,25 Bar findet man hier einen vergleichbaren Druck wie auf dem Mount Averest. Man nutzt den Effekt, dass bei erhöhtem Druck bspw. Wasser schneller kocht, als bei 150m ü N.N. Dadurch destilliert der Alkohol bereits bei 35 Grad aus dem Wein. Man hat dadurch nicht die extreme "Misshandlung" von Wein, wie wenn er erst auf 78 Grad erhitzt werden muss. Die Herstellung von alkoholfreiem Wein ist ein hoch technisierter Prozess und hat im Vergleich zu herkömmlichen Wein erstmal wenig mit "Romantik" zutun. In der Kellerei kann man hier an vielen Stellschrauben drehen. Im ersten Schritt noch vor der Destillation werden dem Wein einige sog. leicht verflüchtende Aromastoffe entnommen um im Nachgang der Destillation durch sog. Aromenrückführung dem Wein wieder zugeführt. Dien Schritt gehen viele Weingüter nicht. Je kräftiger der Grundwein, desto mehr fehlt wenn Alkohol weg ist der Körper. Man muss bereits bei der Lese schon darauf hin arbeiten dass es ein alkoholfreier Wein werden soll,


Wie kamt ihr zur Idee, selbst alkoholfreien Wein herzustellen ? Bei leitz kam intention mit alkoholfreien Weinen aus der Gastronomie bei einer Reise nach Norwegen. Die Anforderung eines 3-Sterne Kochs war zunächst ein Traubensaft auf "Große Gewächs Niveau" zum Food Pairing. Da kam die Idee mit alkoholfreien Weinen auf. In Skandinavien ist dies besonders spannend, da es in Norwegen bis zu 10% des Jahreseinkommens koste, alkoholisiert Auto zu fahren. Darüber hinaus wird eine enorme Steuer auf alkoholisierte Getränke erhoben. Also eine ideale Grundlage für alkoholfreie Weinerzeugnisse.


Was versteht ihr unter Terroir?

Terroi ist für viele Winzer ein fast verschriener Begriff. Neben der Bodenausrichtung, Position zählt hier vor allem das Mikroklima. Vor 10 Jahren gab es mal spannendes Frostereignis. Hinter einem Baum wo Kaltluft stehen geblieben ist, waren alle Knospen abgefroren. Da wo der Baum stand war jedoch alles ok.

Z.B. im Kateloch im Roseneck befindet sich neben einer der großen Gewächslagen ein kleines Amphitheater direkt am Rheinufer. Nebst des Rheins steigt der Nebel oft nur am

Amphietheater hoch. Greifvögel machen oft hier Minuten lang keinen Flügelschlag. Aus dem Wald kommen nachts extreme Winde in das Rheintal. 20m entfernt davon kann dieses Spektakel schon verschwunden sein. Man versteht unter Mikroklima auch den sog. Wärme-Thermik-Kegel. Grade im Rahmen des Klimawandels gibt es die Herausforderung, dass man die Weinberge nicht zu warm haben möchte, da sonst extreme "Alkoholbomben" entstehen. Auch im Kontext des Alkoholgehalts der Weine in der Zukunft sind entalkoholisierte Weine ein spannendes Thema. Vor 40-50 Jahren hoffte man dass Riesling reif wird, aktuell eher sehen dass Riesling nicht zu reif wird. Ausblick in die Zukunft

Weingut Leitz ist dabei, die komplette Produktion auf vegan umzustellen. Der nächste Schritt wäre "halal".





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